{"id":4853,"date":"2026-08-08T05:43:38","date_gmt":"2026-08-08T05:43:38","guid":{"rendered":"https:\/\/academicsolidarity.com\/?p=4853"},"modified":"2026-08-08T05:43:39","modified_gmt":"2026-08-08T05:43:39","slug":"wissenschaft-pro-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/academicsolidarity.com\/?p=4853&lang=de","title":{"rendered":"Wissenschaft pro Demokratie"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen Verantwortung, wenn Wissenschaftsfreiheit, offene Debatten oder grundlegende gesellschaftliche Werte unter Druck geraten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen Verantwortung nicht nur f\u00fcr ihre Forschung, sondern auch f\u00fcr die Gesellschaft, in der diese Forschung stattfindet. Wissenschaftliche Expertise allein garantiert noch keine gute gesellschaftliche Entwicklung. Wenn sich Akademikerinnen und Akademiker aus politischen und gesellschaftlichen Debatten vollst\u00e4ndig zur\u00fcckziehen, \u00fcberlassen sie diese R\u00e4ume anderen \u2013 und riskieren, dass Entscheidungen zunehmend ohne wissenschaftliche Perspektive, kritische Reflexion und langfristige Verantwortung getroffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb geh\u00f6rt es aus unserer Sicht auch zur akademischen Verantwortung, sich gesellschaftlich und politisch einzubringen. Dabei m\u00fcssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler keineswegs dieselben politischen \u00dcberzeugungen vertreten. Sie k\u00f6nnen liberal, konservativ, sozialdemokratisch, \u00f6kologisch oder von anderen politischen Traditionen gepr\u00e4gt sein. Entscheidend ist vielmehr, dass Wissenschaft nicht mit Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber gesellschaftlichen Entwicklungen verwechselt wird. Methodische wissenschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit und gesellschaftliches Engagement schlie\u00dfen sich nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor diesem Hintergrund m\u00f6chten wir auf das Symposium \u201eWissenschaft pro Demokratie\u201c aufmerksam machen, das am 6. Oktober 2026 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausgehend von den Erfahrungen der Covid-19-Pandemie widmet sich das Symposium unter anderem der Desinformation, den Angriffen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, der Wissenschaftskommunikation sowie den Auswirkungen illiberaler und autorit\u00e4rer Entwicklungen auf Wissenschaft und Demokratie. Ziel ist es, Gef\u00e4hrdungen zu diskutieren und m\u00f6gliche Gegenstrategien zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wissenschaftliche Leitung besteht \u00fcberwiegend aus bekannten Vertreterinnen und Vertretern der Virologie und Infektiologie, darunter Marylyn Addo, Sandra Ciesek, Christian Drosten, Gerd F\u00e4tkenheuer, Beate Kampmann, Florian Klein, Bernd Salzberger und J\u00f6rg Timm. Die eingeladenen Sprecherinnen und Sprecher sowie die Themen des Symposiums gehen jedoch deutlich \u00fcber diese Fachgebiete hinaus. Vertreten sind unter anderem Kommunikationswissenschaft, Kognitionspsychologie, Politikwissenschaft, Klimaforschung, Friedens- und Konfliktforschung, Geschichtswissenschaft sowie Verfassungs- und Sozialrecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Programm reicht von \u201eFakten vs. Fake News\u201c und strategischer Impfkommunikation \u00fcber Angriffe auf Forschende und die Frage, was geschieht, wenn Fakten nicht mehr \u00fcberzeugen, bis hin zur aktiven Verteidigung von Wissenschaft und Demokratie. Auch Erfahrungen aus anderen L\u00e4ndern und die Folgen illiberaler Regierungspolitiken f\u00fcr die Wissenschaft sollen diskutiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Veranstaltet wird das Symposium vom Charit\u00e9 Center f\u00fcr Global Health, der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Infektiologie, dem Deutschen Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung und der Gesellschaft f\u00fcr Virologie. Die Veranstaltung richtet sich ausdr\u00fccklich nicht nur an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch an Politik, Journalismus, Wissenschaftsorganisationen, Stiftungen und zivilgesellschaftliche Akteure. Anmeldeschluss ist der 22. September 2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Academic Solidarity ist besonders die dahinterstehende Frage von Interesse: Welche Verantwortung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wenn Wissenschaftsfreiheit, offene Debatten oder grundlegende gesellschaftliche Werte unter Druck geraten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir meinen: Wissenschaft braucht Freiheit \u2013 aber Freiheit braucht auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereit sind, ihre Stimme zu erheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen und Anmeldung: <a href=\"https:\/\/wpd-symposium.de\/\">https:\/\/wpd-symposium.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen Verantwortung, wenn Wissenschaftsfreiheit, offene Debatten oder grundlegende gesellschaftliche Werte unter Druck geraten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen Verantwortung nicht nur f\u00fcr ihre Forschung, sondern auch f\u00fcr die Gesellschaft, in der diese Forschung stattfindet. Wissenschaftliche Expertise allein garantiert noch keine gute gesellschaftliche Entwicklung. Wenn sich Akademikerinnen und Akademiker aus politischen und gesellschaftlichen Debatten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4849,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[118],"tags":[],"class_list":["post-4853","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell-de"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/academicsolidarity.com\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/20260808Wissenschaft.jpg?fit=1870%2C667&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4853"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4854,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4853\/revisions\/4854"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4849"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/academicsolidarity.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}